Treibholz-Tischlicht

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Wie so manche meiner Projekte begann ich dieses hier weil ich ein nettes Geburtstagsgeschenk für eine nette Person machen wollte (Hallo Ursina 🙂 ).

Einfach in ein Geschäft zu gehen und irgendwas zu kaufen war natürlich keine Option, also kramte ich ein schon lange anstehendes Projekt aus meiner Ideensammlung hervor. In diesem Fall ein paar Stücke in Sand gebettetes Treibholz, welche ein Teelicht umschliessen.

Als Erstes besorgte ich mir eine schöne Schieferplatte und suchte zwei passende Treibholzstücke zusammen welche eine Art Ying/Yang formen. Ich war mir sicher, dass dies Ursina gefallen würde!

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Als nächstes bohrte ich ein paar Löcher in die Schieferplatte, damit der Sand welchen ich mit 2K Polyurethanharz mischen wollte sich beim Trocknen nicht von der Platte abhebt. Dieser Schritt war etwas schwierig, man findet im Netz so einige widersprüchliche Informationen dazu.

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Es gibt Leute, die sagen einem, dass man den Schiefer in Wasser einlegen soll bevor man ihn bohrt, damit er weicher wird.
Das sollte man aber besser sein lassen.

Tatsache ist, dass das Wasser auch die Bereiche des Schiefers aufweicht welche die Schieferschichten zusammenhalten. So hat man dann eine hohe Wahrscheinlichkeit beim Bohren die Platte horizontal  aufzuspalten…

Am Besten benutzt man einen Steinbohrer, platziert irgend etwas als Puffer unter die Platte (ich benutzte ein zusammengefaltetes Küchentuch) und bohrt  mit gaaaaanz wenig Druck.
Man sollte nicht zu viel Druck ausüben, sondern sich einfach Zeit nehmen und warten, bis der Bohrer durch ist. Schlussendlich hat es ja auch ziemlich lange gedauert, bis der Schiefer von der Natur gemacht wurde, das sollte man auch ein wenig respektieren.

Um nicht zu viel von meinem begrenzten Korsika-Sand zu verbrauchen habe ich aus Styropor die beiden zukünftigen Sandhügel grob vorgeformt und so mit den Holzstücken angepasst, dass ich Löcher hatte durch welche die PU-Harz/Sand-Mischung durch das Styropor  hindurch und in die Löscher der Schieferplatte fliessen konnte.

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Das Harz mit dem Sand zu vermischen war auch eine neue Erfahrung. Ich brauchte einiges mehr an Sand als gedacht um die dickflüssige Konsistenz zu erreiche auf welche ich aus war.

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Nun brachte ich das Sand/Harz-Gemisch auf und drückte eine grosszügige Menge trockenen Sand auf die noch feuchte Masse auf. Wenn man das nicht macht, wird der Sand am Ende glänzend und unrealistisch aussehen.
Das nächste Mal werde ich jedoch wohl etwas weniger Sand für die Endberieselung nehmen. Wenn man zu viel eindrückt ergeben sich zum Teil unschöne spalten wenn der überflüssige Sand nach dem Trocknen entfernt wird.

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Damit der Teelichthalter nicht mit dem Harz in Kontakt kommt wickelte ich ihn in ein Stück Haushaltsfolie ein. Anschliessend drückte ich den Teelichthalter in die Masse und positionierte die Holzstücke. Das Harz brauchte etwa 2 Stunden um auszuhärten.
Wer auch mal etwas ähnliches bauen möchte sollte entweder ein Harz mit kürzerer Topfzeit wählen oder das Ganze gut fixieren und dann eben die 2-3 Stunden abwarten.

 Auf keinen Fall sollte man daran rumfummeln und zu sehen, ob es bereits ausgehärtet ist. Man lässt es einfach stehen bis es fest ist.
Echt jetzt.
Einfach mal entspannen und vielleicht auch ein Glas Wein oder Whiskey dabei trinken. Hilft immer.

Ja, und das ist’s dann auch schon fast. Zum Schluss habe ich den Kerzenhalter entfernt, die Haushaltsfolie abgewickelt und das Holz an den richtigen Ort geklebt. Ich hatte gedacht, dass sich das Holz trotz dem aufgestreuten Sand mit dem Harz verbinden würde, das hat jedoch nicht geklappt.  Trotzdem hat es sich gelohnt, den Sand zum Schluss aufzustreuen, da die Hügel doch ziemlich realistisch aussehen.
Manche Leute denen ich ein Bild dieser Lampe auf meinem iPhone gezeigt habe realisierten nicht, dass es sich nicht um losen Sand handelte.  Das war ziemlich lustig wenn ich gefragt wurde, was denn passiere, wenn ich diese Lampe wegräumen möchte oder wenn man sie auf dem Tisch herumschiebt.. Ob dann der Sand nicht überall rumfliegt….

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Als letztes setzte ich dann noch ein passendes Teelicht, welches mir meine geliebte Ehefrau besorgte, in den Teelichthalter,  schnitzte aus Styropor passende Transportstützen und verpackte das ganze in einer Kartonschachtel als Geschenk.

 Und zu allerletzt kann man sich dann am strahlenden Gesicht der beschenkten Person freuen 🙂
Für mich ist dies der Hauptgrund, meine Geschenke zu erstellen,  Und es gibt kein Geld auf der Welt, welches das aufwiegen könnte (o. k. vielleicht wenn man mir den gesamten Goldvorrat der Schweiz schenken würde…).

Freude zu bereiten kommt immer zurück.
Früher oder später.
Für mich gibt’s da keine Zweifel dran.

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Und hier wohnt die Lampe nun 🙂

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