Das steinerne Herz

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Es war schon Jahre her, seit ich das letzte Mal mit Speckstein gearbeitet hatte, und als meine Tochter letztes Jahr zu Weihnachten in ihrer Schule Kerzenhalter aus Speckstein gebastelt hatte, wollte ich mich der Sache auch wieder mal annehmen.

Die Werkzeuge, welche zum Einsatz kamen, waren ein kleines Küchen -Rüstmesser, Schleifpapier und die kleinen Zahnarztbohrer welche ich mir bei bei einer netten Zahnärztin damals für das Bearbeiten meiner iPhone-Hülle besorgt hatte.. Das schöne an dieser Arbeit ist die kleine Grösse: Das Herz misst gerade mal 8mm und der ganze Stein ist knapp unter 3 x 2 cm gross.

Die Zahnarzt-Bohrer sind toll um den Stein zu unterschneiden, was nur mit einem Messer wesentlich schlechter vonstatten gegangen wäre. Das einzige Problem das ich dabei hatte war der Schleifstaub, welcher dazu neigte die Bohrerschneiden zu verstopfen. Ich versuchte, das Problem zu lösen indem ich etwas Wasser dazu gab, was dann, dank dem dass der Bohrkopf ziemlich heiss wurde, mit dem Schleifstaub zu einer dicken Paste wurde…

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Für den Fall, dass ich mich etwas intensiver mit dem Specksteinschnitzen befassen möchte,werde ich mir eine Staub-Abzugshaube bauen, so ähnlich wie eine Airbrush-Haube. Mit einem leisen Ventilator, einem Staubsaugerschlauch und einem Staubbeutel sollte es dann möglich sein, den Schleifstaub einzufangen bevor er den halben Werkraum dekoriert. Ausserdem würde ich dadurch auch eine bessere Sicht auf das haben was ich gerade am Schnitzen bin.

Zum Schluss lackierte ich das Herz noch mit etwas seidenmattem Lack, so dass es noch etwas mehr heraussticht als wenn ich es nur poliert hätte.

Der Stein war etwas kippelig und fiel immer auf eine Seite, deshalb schnitt ich ein Stück 2mm dicken Kunsttoff zurecht, überzog ihn mit Aluminium-Klebeband, schliff es ganz leicht an und klebte den Stein mit 2K-Epoxydharz darauf.

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