Goldrandlösung – Abschiedsgeschenk

So entstand im Grunde genommen mein Abschiedsgeschenk-Wahn.

Als mein Leiter der Education-Abteilung und Freund, mit dem ich fast ein Jahrzehnt lang zusammengearbeitet habe, eine neue Herausforderung fand, wollte ich ihm ein schönes Abschiedsgeschenk machen, das ihn ein wenig an den neckischen Spass erinnert, den wir ziemlich oft hatten. Leider gibt es nicht allzu viele Bilder von diesem Geschenk.

Das Ganze ist entstanden, weil wir uns von Zeit zu Zeit nicht einig waren, wie die Dinge mit unseren Kunden ablaufen müssen. Für ihn war es gut genug, ich hingegen dachte, es sei unter dem, worauf der Kunde Anspruch hatte. So war sein Argument damals immer, dass das, was ich tat, eine Goldkantenlösung war 😉

Natürlich hätte er auch eine gewöhnliche Verabschiedung bekommen, wie einen Korb mit Feinschmeckerprodukten aus einem Delikatessenladen in der Nähe oder einen Gutschein für ein Sportgeschäft oder dergleichen. Mit Blick auf unsere Geschichte konnte ich ihn aber nicht so unbehelligt davonkommen lassen.

Ich ging hin und kaufte eine Schweizer Schnapsspezialität: Ein köstlicher Zimtlikör mit echten Goldflocken.

Natürlich wäre das allein – in meinen Augen – auch einem Standardgeschenk nahe. Deshalb entwickelte ich ein eigenes Label. Ich habe einige Recherchen darüber angestellt, wie man coole transparente Etiketten herstellt und eine fantastische Lösung im Web gefunden: Auf einem Laserdrucker wird sie umgekehrt (gespiegelt) ausgedruckt und mit transparentem Packband beklebt. Dann einige Minuten in warmem Wasser einweichen und langsam, langsam und sanft das Papier von der Klebebandseite reiben.

Vollständig trocknen lassen (ohne irgendwelchen Mist drauf zu bekommen) und, voila, ein transparenter Aufkleber!

Dann ging das Ganze in eine Box (die ich glücklicherweise in einem Geschäft gefunden habe). Für die Polsterung habe ich eines der T-Shirts unserer Firma verwendet, so dass der Firmenname von hinten durchscheint.

Ja, eine richtige Goldrandlösung. Ein letztes Mal 🙂

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